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03. NOVEMBER 2020 120. GEBURTSTAG VON ADI DASSLER

Vor 120 Jahren, am 3.11.1900, wurde Adi Dassler geboren. Er zog später eines der bemerkenswertesten »Startups« des vergangenen Jahrhunderts hoch. Adidas-Gründer Dassler hat ein großartiges »Testament« hinterlassen.

An einem Samstag – es ist kühl, die Sonne scheint, ein ruhiger dritter November des Jahres 1900 ist es – kommt Adolf Dassler zur Welt. Der Junge wächst im fränkischen Herzogenaurach auf und wird den Ort in der Nähe Nürnbergs zu einem Zentrum des Sports machen.

Die Mutter betreibt eine Wäscherei und Bügelei, der Vater arbeitet in der Fabrik, züchtet Bienen und kümmert sich um die Chronik von Herzogenaurach. Adi Dassler wächst in der Hirtengasse auf, nach der Schulzeit durchläuft er die Lehre bei einem Bäcker.

Nach dem ersten Weltkrieg funktioniert Adi die Waschküche seiner Mutter in eine Schuhwerkstatt um. Was dann folgt, liest sich am 3. November 2000 in der »Nordbayerischen Zeitung« so:

»adidas, das ist die Geschichte eines Weltunternehmens, hinter dem sich die Leistung eines Mannes verbirgt, eines Herzogenauracher Urgesteins, das ist das Lebenswerk von Adolf (Adi) Dassler, der am 3. November einhundert Jahre alt geworden wäre. Was heute in allen Ländern der Erde zu einem Markenbegriff geworden ist, nahm im verträumten Herzogenaurach der Weimarer Zeit in den 20-er Jahren seinen Anfang.«

– Nordbayerischen Zeitung

Die ersten Sportschuhe sind aus Leinen. Schon 1928 tragen Athleten bei den Olympischen Spielen in Amsterdam Adi Dasslers Modelle, bei den Spielen 1936 schlüpft Leitathletik-Star Jesse Owens begeistert in Schuhe aus Herzogenaurach.

Nach dem Zweiten Weltkrieg startet Dassler mit 47 Mitarbeitern neu. Aus seinem Vor- und Zunamen entsteht 1948 der Firmenname Adidas. Ein Jahr später meldet Dassler die drei Streifen als Markenzeichen an.

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»Schuster der Nation«. Adi Dassler ist der Zeugwart der DFB-Nationalmannschaft. Eine große Erfolgsgeschichte der Nachkriegszeit.

Die 1950-er – ein Jahrzehnt im Rausch

1950 Die ersten Modelle des Fußballallroundschuhs »Samba« kommen auf den Markt.

1952 adidas ist bei den Olympischen Spielen von Helsinki die meistgetragene deutsche Sportschuhmarke. Laufschuhe mit auswechselbaren Dornen werden zum ersten Mal eingesetzt. Emil Zatopek gewinnt in adidas Schuhen innerhalb einer Woche drei Goldmedaillen. Die ersten adidas Sporttaschen kommen auf den Markt.

1954 Deutschland wird erstmals Fußballweltmeister. Adi Dassler ist in Bern vor Ort und passt noch in der Spielpause die Fußballschuhe mit den auswechselbaren Schraubstollen den Bodenverhältnissen an. Der in Bern getragene Fußballschuh heißt später »Weltmeister«.

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Die »Helden« von Bern. Deutschlands Fußballer werden 1954 in der Schweiz Weltmeister (links Dassler und Nationaltrainer Sepp Herberger)

1957 Die ersten Nylon-Halbsohlen für Sprintschuhe werden entwickelt.

1960 Bei den Olympischen Spielen in Rom setzen 75 Prozent aller Leichtathleten auf adidas Schuhe. Der Allroundtrainingsschuh »Rom« kommt anlässlich der Olympischen Spiele auf den Markt. Heute gehört der Klassiker zu den absoluten Trendschuhen, die in geringen Stückzahlen wieder produziert werden.

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Adidas goes global. Der fränkische Konzern erobert die Welt.

Das Unternehmen aus Franken hat den Weltmarkt erobert. Und es wird auch in den folgenden Jahrzehnten oben mitmischen, wenn es um Medaillen, Rekorde und große Siege geht. Die großen Stars des Sports geben sich bei Käthe und Adi Dassler die Klinke in die Hand. Man vertraut dem »Schuhmacher der Nation« mit seiner großen Leidenschaft für den Sport.

Franz Beckenbauer. Rosi Mittermaier. Gerd Müller. Muhammad Ali. Reinhold Messner. Prominente aus dem Showbusiness… Sie alle schwören auf die Schuhe mit den drei Streifen.

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Zwei, die wissen, wie es sich anfühlt: an einem Strang ziehen. Käthe und Adi

Mit 78 stirbt Adi Dassler. Er hinterlässt ein Imperium – und ein »Testament«, das ganz simpel klingt:

Vormachen! Nicht nachmachen!
Nie zufrieden sein!
Testen! Testen! Testen!

– Adi Dassler